Fernverkehr der Bahn könnte durch Fernbuslinien abgelöst werden und zu deutlich mehr Verkehr führen
26.06.2010
„Stuttgart 21 wird nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, Fernbuslinien zuzulassen, noch mehr auf der finanziellen Kippe stehen”, so der Kreisvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) Karl-Heinz Bok aus Waiblingen. Schneller als Stuttgart 21 und die Neubaustrecke von Stuttgart nach München gebaut werden kann werde der Bahn die Konkurrenz der Buslinien Schwierigkeiten bereiten. Die Bahn werde viele Fernverbindungen stilllegen wollen um selbst Busse einzusetzen. Bok forderte die Bundesregierung daher auf, nun auch für Busse so schnell wie möglich eine Maut einzuführen. Es könne nicht sein, dass die Bahn hohe Streckengebühren zahlen müsse, die Busse dagegen kostenlos die Autobahnen noch weiter verstopfen. Es müsse eine Kostengerechtigkeit geschaffen werden, sonst laufe man Gefahr, dass die Steuerzahler nachher doppelt zur Kasse gebeten werden: Für das Defizit der Bahn und für die höhere Abnutzung der Autobahnen. Die Bahn jedenfalls könne nicht nur darauf zählen, dass durch den ICE-Verkehr und dadurch schnellere Verbindungen die Bürger bereit seien, wesentlich höhere Fahrpreise zu bezahlen. „Wegen einer halben Stunde werden die wenigsten bereit sein, mit der Bahn zu fahren zu doppelten Preisen. Die Bahn muss deutlich günstigere Angebote machen, die man nicht schon drei Monate vorher buchen muss.” Steuere die Bundesregierung und die Bahn nicht dagegen, werde die Zukunft der Bahn in Zukunft nur noch im Regional- und Nahverkehr liegen, wo heute schon die Haupteinnahmen eingefahren werden. Auch hier gebe es noch große Investitionsherausforderungen, so Bok.
Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ÖDP)
Kreisverband Rems-Murr
Geschäftsführer Guido Klamt
Tel. 0177-5281388